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Rundbrief 2/2010
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Inhalt

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Hiroshima Gedenken

Hiroshima Gedenken 2010

 

In seiner Predigkt zu Hiroshima gedenken am 8.8. sagte Pfarrer Borg Manché in Gilching:
... Ich meine, unsere Pax Christi Bewegung, aber auch alle christlichen Gemeinden sollten mit Nachdruck darauf drängen, dass sich die christlichen Kirchenleitungen über eine unmissverständliche ethische Verurteilung der atomaren Abschreckungsstrategie sowie der weiteren zivilen Nutzung der Atomenergie einigen und dies in einer gemeinsamen Erklärung derÖffentlichkeit deutlich kundtun. Die Zeit dafür ist mehr als reif....

Den vollständigen Predigttext können sie hier finden oder anhören.

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St. Ignatius, München, 13. März
Diözesanversammlung 2010

 

Klimawandel und versiegende Resourcen
- Bedrohung unserer Sicherheit

Bei der diesjährigen Diözesanversammlung in St. Ignatius wählte pax christi seine diözesane Leitung für die nächsten drei Jahre. Wiedergewählt wurden die Sprecher Gudrun Schneeweiß und Martin Pilgram sowie der Geschäftsführer Adalbert Wirtz. Neu in die Bistumsstelle gewählt wurde Gabriele Hiltz, die mit den ebenfalls wiedergewählten Gertrud Scherer, Rosemarie Wechsler und Ralph Deja die Bistumsstelle vervollständigen.

Die pax christi Gruppe St. Ignatius sorgte für das leibliche Wohl mit Kaffee Kuchen und Mittagessen. So konnte auch die schwere Kost die wir uns mit dem Thema Klimawandel und versiegende Ressourcen - Bedrohung unserer Sicherheit aufgetischt hatten, leichter verdaut werden. Ihr sei herzlichen dank dafür.
In den thematischen Teil führte uns Erwin Schelbert von der Studiengesellschaft für Friedensforschung in München ein. In seinem Referat zeigte er uns eindringlich die Notwendigkeit sofortigen Handelns auf. Basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand referierte er über die aktuellen Klimaveränderungen, die Prognosen und natürlich auch über die Auswirkungen und Möglichkeiten etwas dagegen zu unternehmen.
In den anschließenden Arbeitsgruppen befassten sich die Anwesenden mit den Möglichkeiten, die jeder Einzelne an seinen Wohnort, in seine Kirchengemeinde hat und was wir von unseren Politikern und Kirchen einfordern müssen.
Als ein Beispiel für die Verankerung des Umweltgedankens in Kirchengemeinden wurde die Initiative zum Umweltmanagement „Der grüne Gockel“ der ev. Kirche gewürdigt.
Daneben beschloss man einem Appell an die Bundesregierung zu größerem Engagement in Sachen Klimaschutz. In Folge von Klimaveränderungen wird es verstärkt Flüchtlingsbewegungen und kriegerische Auseinandersetzungen geben. Militärische Strategien können hier keinen Beitrag leisten, im Gegenteil, sie wirken in mehrfacher Hinsicht destruktiv. Der Militärhaushalt müsse zugunsten des Klimaschutzes gekürzt werden, denn Klimaschutz ist Sicherheitspolitik.
Abgeschlossen wurde die Diözesanversammlung mit einem Gottesdienst unter Leitung von Charles Borg-Manché.

Tätigkeitsbericht der Bistumsstelle für 2009

offener Brief zum Klimaschutz

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Eine Frage der politischen Ethik!

 

 


Die Bundesregierung bleibt Antworten schuldig - Wegducken scheint zum durchgängigen Vorgehen der Politik zu werden Kommentar des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz-Josef Algermissen

„Es ist eine Frage der politischen Ethik, ob, wie viel und wohin Deutschland Waffen liefert“, betont der Präsident von pax christi-Deutschland, Bischof Heinz Josef Algermissen, anlässlich des in dieser Woche veröffentlichten Rüstungsexportberichtes 2009 der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE). „Die deutsche Politik muss selbstverständlich prüfen, wohin und zu welchem Zweck wir Waffen liefern. Es ist unverantwortlich, Konflikte wie im Nahen Osten durch deutsche Waffen zu verschärfen. Völlig inakzeptabel ist, dass die Bundesregierung seit Jahren ihren eigenen Rüstungsexportbericht dem Bundestag erst weit über ein Jahr zu spät vorlegt."

"Das Wegducken der Bundesregierung angesichts des just veröffentlichten GKKE-Rüstungsexportberichtes 2009 ist nicht hinnehmbar. Dieser Rüstungsexportbericht ist nicht als Begleitmusik für intransparente Entscheidungen der Bundesregierungen und anhaltend hoher Rüstungsexportgenehmigungen gedacht. Fehlende Konsequenzen aus diesem kirchlichen Beitrag zur Förderung von Frieden und Miteinander aller Völker in der einen Welt bedeutet eine Missachtung der christlichen Werte, mit der die jetzige Praxis nicht vereinbar ist.

Ich erwarte, dass die Bundesregierung aus den Ergebnissen des Berichtes Konsequenzen zieht und ihre Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsexporte und Dual-Use-Produkte zukünftig an friedensethischen Kriterien ausrichtet und transparent gestaltet.“

Die Ergebnisse des diesjährigen GKKE-Rüstungsexportberichtes sind besorgniserregend. Erschreckend allerdings ist das routinemäßig anmutende Schweigen der Bundesregierung. Keine Aufklärung wie es bereits im Vorjahr dazu kommen konnte, dass im Krieg in Georgien Waffen deutscher Herstellung identifiziert wurden, die das Land der Rechtslage nach nicht hätten erreichen dürfen. Keine Erwiderung auf die Feststellung des Berichtes, dass auch im Jahr 2008 deutsche Rüstungsausfuhren an Staaten genehmigt worden sind, die den Kriterien des EU-Verhaltenskodexes für Rüstungsexporte nicht genügen. Nach Erhebungen des Internationalen Konversionszentrums Bonn (BICC) trifft das für 51 Staaten zu, die 2.554 Lizenzen im Wert von 1,16 Mrd. € erhalten haben.

Hier finden Sie den gesamten Bericht als pdf

Die Internetseite der GKKE

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