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Rundbrief 4/2011
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St. Quirn, 10. März
Diözesanversammlung 2012

 

Versöhnung

Im Wort „Versöhnung“ steckt der Wortstamm „Sühne“, dem nicht nur in der katholischen Tradition eine große Rolle zukommt.
Im privaten Bereich hat vermutlich jede Person schon einmal Erfahrungen mit Versöhnung gemacht. Welche„Zutaten“ sind notwendig, damit es zu echter Versöhnung kommt - und nichts zwischen Täter und Opferseite zurück bleibt?
In welchen Beziehungen stehen bei einer gelungenen Versöhnung u.a. die „Zutaten“ Reue, Wiedergutmachung, Wahrheit, Gerechtigkeit und Vergebung? Wie können diese zeitlich so zusammen fallen, dass am Ende Versöhnung dabei heraus kommen kann?
Im politischen Bereich ist das Wort Versöhnung durch die Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskom missionen in Südafrika nach dem Ende der Apartheid bekannt geworden, die in vielen anderen Staaten nach Kriegs- und Bürgerkriegssituationen ebenfalls eingerichtet wurden.
Die öffentliche Ausstrahlung im Fernsehen von Begegnungen zwischen Tätern und Opfern hatte sozial-psychologisch „reinigende“ Wirkungen
für das gesamte Land Südafrika. Was ist aus diesen Erfahrungen zu lernen - und wie sind sie übertragbar auf andere Länder?
Diesen Gedanken möchte Clemens Ronnefeldt, Dipl.-Theologe und Friedensreferent des deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes bei der PC-DV München mit uns nachgehen.

Ort: Pfarrzentrum St. Quirin, 81245 München-Aubing, Ubostraße 5
Ablauf der Diözesanversammlung:
9:30 Ankommen – Kennenlernen – Stehkaffee
10:00 Referat Clemens Ronnenfeldt
10:45 Rückfragen, Pause
11:30 Arbeitsgruppen zum Thema
12:30 Mittagessen
14:00 Plenum zu den Arbeitsgruppen
14:45 Nachmittagskaffee
15:00 Diözesanversammlung
15:15 Berichte, Aussprache, Anträge, Wahlen
17:00 Gottesdienst mit Charles Borg-Manché
St. Quirin ist mit der S4, Haltestelle Müünchen-Aubing erreichbar

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Weltfriedenstag 2012
Junge Menschen zu Frieden und Gerechtigkeit erziehen

 

Papstbotschaft zum Weltfriedenstag: „Das faszinierendste und schwierigste Abenteuer des Lebens“

Im vergangenen Jahr sei die Frustration über die Gesellschaft gestiegen, die Krise in Arbeits- und Finanzwelt habe aber nicht nur wirtschaftliche, sie habe auch kulturelle Wurzeln. Gerade die Jugend mit ihrem Enthusiasmus könne hier der Welt neue Hoffnung geben, so der Papst. „Die Sorgen, die von vielen Jugendlichen in der letzten Zeit in ganz verschiedenen Regionen der Welt bekundet wurden, drücken das Verlangen aus, mit Zuversicht in die Zukunft blicken zu können.“ Die Kirche vertraue der Jugend und ermutige sie, die Wahrheit zu suchen.

Erziehung sei eine Aufgage der ganzen Gesellschaft, so Benedikt XVI. Der Papst wendet sich in der Botschaft zuerst an die für die Erziehung Verantwortlichen. Die Erziehung sei „das faszinierendste und schwierigste Abenteuer des Lebens“. Erziehen bedeute, einen Menschen über sich selbst hinauszuführen, um ihn in die Wirklichkeit einzuführen, in eine Fülle, die ihn wachsen lasse. Dazu brauche es die Begegnung der Offenheit des Schülers mit der Bereitschaft des Erziehers, „sich zu verschenken.“ „Daher sind vor allem authentische Zeugen notwendig und nicht bloße Austeiler von Regeln und Informationen.“ Zeugen lebten einen Weg vor.

Es brauche für die Erziehung auch gute Familien, vor allem in einer Zeit, in der die Familien selbst ständig bedroht und durch „Arbeitsbedingungen, die oft kaum mit der familiären Verantwortung in Übereinstimmung gebracht werden können, Sorgen um die Zukunft, frenetische Lebensrhythmen, Migrationen auf der Suche nach einem angemessenen Unterhalt, wenn nicht nach dem bloßen Überleben“ nicht selten zerbrochen und aufgesplittert seien. Dazu brauche es Institutionen, die den Jugendlichen helfen, ihre jeweilige Berufung zu entdecken. Und es brauche politisch Verantwortliche, die für den Schutz der Familie eintreten. Auch die Medien ruft der Papst dazu auf, ihren Beitrag zur Erziehung zu leisten. Letztlich sei es aber auch eine Aufgabe der Jugendlichen selbst, sie „müssen den Mut haben, zuallererst selber das zu leben, was sie von ihrer Umgebung fordern“.

Es gehe darum, den jungen Menschen die Wertschätzung für die positive Bedeutung des Lebens zu vermitteln, indem man in ihnen den Wunsch wecke, es für den Dienst am Guten einzusetzen. Das sei eine Aufgabe, in der alle persönlich gefordert seien, so der Papst.

Papst Benedikt geht auch auf die Inhalte der Erziehung ein, es müsse um die ganzheitliche Bildung des Menschen, „einschließlich der moralischen und spirituellen Dimension des Seins“.

Man dürfe niemals vergessen, dass „die echte Entwicklung des Menschen einheitlich die Gesamtheit der Person in all ihren Dimensionen betrifft“. Man dürfe nicht den Menschen einzelnen sozialen oder ökonomischen Gütern opfern. Diese echte Entwicklung entdecke man in der Beziehung zu Gott. Dem stehe in der Erziehungsarbeit das massive Auftreten „jenes Relativismus (entgegen), der nichts als definitiv anerkennt und als letzten Maßstab nur das eigene Ich mit seinen Gelüsten gelten lässt und unter dem Anschein der Freiheit für jeden zu einem Gefängnis wird“. Er trenne die Menschen voneinander und verschließe jeden im eigenen „ich“, so der Papst.

Zur Gerechtigkeit erziehen
Gerechtigkeit dürfe nicht der Nützlichkeit geopfert werden und deswegen nicht von den Menschen übersteigenden Wurzeln getrennt werden. Gerechtigkeit werde nicht vom Menschen wie in einem Vertrag gemacht, sondern entspringt der tiefen Identität des Menschen, der Liebe und der Solidarität.

Zum Frieden erziehen
Auch der Friede sei keine rein menschliche Tat, nicht bloß Abwesenheit von Krieg, fährt der Papst fort. „Friede auf Erden herrscht nur dann, wenn die persönlichen Güter gesichert sind, die Menschen frei miteinander verkehren können, die Würde der Personen und der Völker geachtet und die Brüderlichkeit unter den Menschen gepflegt wird“. Der Friede sei die Frucht der Gerechtigkeit und die Wirkung der Liebe. Er sei damit vor allem ein Geschenk Gottes.

Die Augen zu Gott erheben
Abschließend fordert der Papst die jungen Menschen auf, sich nicht von Entmutigung überwältigen zu lassen oder falschen Lösungen hinzugeben. „Lebt eure Jugend und die tiefe Sehnsucht nach Glück, Wahrheit, Schönheit und echter Liebe, die ihr verspürt, mit Zuversicht!“ „Ihr seid nie allein. Die Kirche vertraut euch, sie begleitet euch, ermutigt euch und möchte euch das wertvollste anbieten, was sie hat: die Möglichkeit, die Augen zu Gott zu erheben, Jesus Christus zu begegnen, dem, der die Gerechtigkeit und der Friede selber ist.“

(nach radio Vatikan)

Gottesdienstvorlage hier

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Keine Rüstungsexporte an repressive Regime - GKKE fordert Umdenken angesichts der Umbrüche im arabischen Raum

 

 


Bonn/Berlin, 12.12.2011. Die GKKE forderte bei der Vorstellung ihres jährlichen Rüstungsexportberichtes vor der Bundespressekonferenz in Berlin, Konsequenzen aus den verheerenden Auswirkungen der Waffenlieferungen an autoritäre und repressive Regime im arabischen Raum zu ziehen, wie sie während der ersten Hälfte des Jahres 2011 im Kontext der arabischen Aufund Umbrüche drastisch zu Tage getreten seien.
Der Rekordumsatz mit Kriegswaffen in 2010 - laut Regierungsbericht mit 2,1 Milliarden Euro um mehr als 50% über dem Stand von 2009 mit 1,3 Milliarden - sei insbesondere auf die Lieferung von zwei U-Booten an Portugal und einem U-Boot an Griechenland zurückzuführen. „Auch im
Jahr 2010, als das Ausmaß der griechischen Staatsverschuldung bereits bekannt war, hat der Exportweltmeister Deutschland an der weiteren Verschuldung Griechenlands verdient“, so Prälat Dr. Bernhard Felmberg, der evangelische Vorsitzende der GKKE.
Der häufig hergestellte Zusammenhang zwischen autoritären Regimen und von ihnen erzeugter Stabilität und Sicherheit habe sich einmal mehr als Trugschluss erwiesen. Prälat Dr. Karl Jüsten kritisierte die Liefergenehmigungen nach Saudi Arabien sowie in andere Krisenregionen: es müssten Lehren aus diesen Fehlentwicklungen gezogen werden mit einer tatsächlich restriktiven Rüstungsexportkontrolle. Darüber hinaus sollte sich die Bundesregierung bei der Überprüfung des Gemeinsamen Standpunkts der EU von 2008 mit Nachdruck für ein strenges und verbindliches europäisches Regelwerk zur Kontrolle von Rüstungsexporten jenseits nationaler
Kompetenzen einsetzen.
Die Liberalisierung des innereuropäischen Rüstungshandels habe mit der Verabschiedung der„Verteidigungsgüterrichtlinie“ auch das deutsche Rüstungsexportkontrollregime erreicht. „Für den Kurs einer restriktiven Rüstungsexportpolitik folgen daraus erhebliche Risiken, wenn sich nicht gleichzeitig die Kontrollen von Ausfuhren an Drittstaaten verstärken“, betonte Dr. Moltmann, der Vorsitzende der GKKE Fachgruppe Rüstungsexporte.
Rückfragen: Gertrud Casel, Tel: 0228 - 103303
Tim Kuschnerus, Tel: 030 - 20355-307

Hier finden Sie den gesamten Bericht als pdf

Die Internetseite der GKKE

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